TOUR 13

Nach West
Tango-Feeling am Guckloch ins Paradies

Krakow

Hinzenhagen

Kuchelmiß

Krakow

Barbarie-Entenbrust-Rossini oder doch lieber ein Souflé von der Eismeerforelle? „Ich weiß ein Haus am See“ flüstert sich manch Gourmet hinter vorgehaltener Hand. Das intime Gartenrestaurant im Paradiesweg soll schließlich ein Geheimtipp bleiben.

Dem Guide Michelin aber ist die versteckte Adresse längst bekannt: Und so ist die täglich wechselnde klassisch-französische Menükarte den strengen Feinschmeckern bereits seit 1996 einen Stern wert. Auch 2020 gab es wieder einen, den nun 25. in Folge!

Das Geheimrezept? Trüffel sowie Fisch und Krustentiere aus umliegenden Seen, Wild und Pilze aus hiesiger Forst. Das gesamte Anwesen des einstigen Kinderferienlagers am Nordufer des Krakower Sees strahlt Kästners Idyll von Seebühl am Bühlsee aus.

Im Innern begeistert Kunst von Otto Sander Tischbein. Ein kleines Strandhäuschen direkt im Schilfgürtel sei Nest für verliebte Turteltäubchen. Selbst in Übersee weiß man von diesem Haus am See, dem die New York Times einen Beitrag widmete. Nur abends geöffnet, Tischreservierung erforderlich.

Kontakt: Petra König
Tel.: 038457-2 32 73
Paradiesweg 3, 18292 Kuchelmiß
www.hausamsee.de

Hinzenhagen

Hier befindet sich das „Guckloch ins Paradies“. Was man da sieht? Pony, Hund und Katze, Rehe, Kraniche und Hasen tollen jederzeit rund um den hinter sieben Bergen versteckten Hof. Und die Schmetterlinge und Vögel scheinen sich auf die Porzellankännchen der Keramikerin Ulrike Beseler niedergesetzt haben, um darauf Dekoration zu werden.

Porzellan, Fayence-Keramik, Ferienwohnungen, Musik aus der Jukebox und auch jede Menge Bücher von der Kinderbuchautorin Edith Rimkus Beseler gibt es hier beim Keramiker-Geschwisterpaar Ulrike und Sven Beseler in Hinzenhagen.

Kontakt: Ulrike und Sven Beseler
Tel.: 038456-6 01 52
Töpferweg 11, 18292 Kuchelmiß
www.toepferei-geschwister-beseler.de 
Bilder: © Silke Voß

Kuchelmiß

Romantik pur atmet das Nebeltal, in dessem grünen Schatten eine 500 Jahre alte Wassermühle schlummert. Eine rund zwei Kilometer lange Wanderung in das wilde und unberührte Naturschutzgebiet längs des Wassers der Nebel mit vielen natürlichen Baumbrücken erfrischt garantiert die Sinne.

Zum Übernachten führt eine alte Bauernpflaumenallee unweit nach Dersentin, mitten in die Pampa Mecklenburgs. Hier, im schneeweißen klassizistischen Herrenhaus „La Dersentina“, haben sich Sönke Johannson und die Argentinierin Adriana Acosta ihren Traum einer südamerikanischen Hazienda mit stilvollen Zimmern erfüllt. Schlafen geht auch in der „La Dependencia“ – einem entsprechend eingerichteten kleinen Ex-Plattenbau im Grünen. Sehr charmantes Crossover aus Nostalgie und Tango-Feeling!

Kontakt: La Dersentina, Sönke Johannson
Tel.: 0179-5 12 07 30
Dorfstraße 1, 18279 Lalendorf
www.ladersentina.de
© Silke Voß