TOUR 5

Der Nordosten
La dolce vita in MeckPomm

Altkalen

Lelkendorf

Pohnstorf

Altkalen

Der Altkalener Pfarrhof ist eine Oase der Kunst. Hier entstehen die Farbkompositionen des Malers, Klangimprovisateurs und Pianisten Christian Kabuß, die Sammler bis in die Staaten finden. Sein Credo: So ehrlich wie möglich eine mit allen Sinnen, mit dem ganzen Körper empfundene Wahrnehmung ursprünglich und tief geschichtet in Bildlichkeit umzusetzen.
Seine Partnerin, die Designerin Adrienne Györgyi, lässt sich vom üppigen Pfarrgarten mit dem taufrischen Gras zum Stoff inspirieren, aus dem ihre Träume sind. „Taufrisch“ nennt die Ungarin auch ihr Textillabel, weil Stoffe und Motive hautnah von der Natur inspiriert sind. Schmetterlinge, Käfer und Blüten landen wie vom Wind verweht auf den robusten wie leichten Stoffen, Leinen und Denim. Per Siebdruck werden sie gepresst wie für das Herbarium. Auch die Schnitte sind von der Natur inspiriert. Einige Kleider gleichen Blütenkelchen, die aufgehen, sobald man die Arme ausbreitet. Adrienne Györgyi, die in Budapest studiert und gelehrt hat, ist freie Künstlerin sowie Innendesignerin. Einen Wimpernschlag vom Pfarrhof entfernt steht die Holländerwindmühle, in der Detlef Preuß in vierter Familiengeneration Korn mahlt, daraus knuspriges Freilandofen-Brot backt und verkauft.

Kontakt: Adrienne Györgyi und Christian Kabuß
An der Kirche 1, 17179 Altkalen
www.taufrisch.org
www.christiankabuss.de
www.windmehl.de
Bilder: © Adrienne Györgyi

Lelkendorf

Schon am Ortseingang verblüffen die weidenden Steppenrinder mit ihren ausladenden Hörnern. Im Haustierrassenpark wohnen seltene Nutztierrassen aus ganz Europa – davon einige der ältesten weltweit. Die alten und gefährdeten Rassen werden hier vor dem Aussterben bewahrt und zur Weiterzucht gegeben. Ein sehr ambitioniertes Projekt, das Ansprechpartner für Züchter und Interessengruppen aller Rassen in Deutschland und Europa ist.

Ein Ausflug lohnt vor allem mit Kindern – zu belgischen Bartkaninchen, ungarischen Lockenenten und japanischen Seidenhühnern. Auch ein Café und Hofladen laden ein. Neben dem Schlossareal fällt in Lelkendorf zudem das hübsche rosenberankte Forsthaus auf. Es stammt vom Mecklenburger Jugendstil-Architekten Paul Korff.
Ein Berliner hat das Kleinod mit seinem sehenswerten Farbkonzept im Innern nach Originalvorlagen saniert und lädt zu Zen-Lyrik und Tango-Workshops.

Kontakt: Alexander Vay
Tel.: 039956-29 59 30
Peeneweg 24-26, 17168 Lelkendorf
www.haustierpark.com
www.forsthauslelkendorf.de 
Bilder: © Alexander Vay

Pohnstorf

Wo das weite Peenetal zum Hardtberg anwächst, krönt ein gastliches Gutshaus diesen „Gipfelsturm“. Die Italien-Liebhaberin Mi Spirandelli sah hier sogar die Toskana der Mecklenburgischen Schweiz und funktionierte das Haus nach dem Motto: „Wenn Sie Grün nicht mögen, wird Ihnen unser Winter gefallen“ zu einem ganzjährigen Hort geschmackvoller Entschleunigung um.
Die Berliner Familie Sösemann, die sich darauf in den Ort mit dem berückenden Talblick verliebte, gab prompt ihr Stadtleben auf, übernahm das Gästehaus und versetzte es mit all seinem historischen Charme leidenschaftlich ins E-Zeitalter: Von hier aus lassen sich jetzt nämlich sanfte E-Biketouren in die MeckSchweiz unternehmen, und so wie man selbst sogar E-Autos auftanken. Ein originell ausgestattetes beliebtes Slow-Food-Café im Gutsverwalterhaus mit hausgefertigten Patisserien gehört zum Slow Living und zum Dolce Vita dazu. Nicht nur für die Sonntagsküche bietet der Hofladen „Milchhof“ im benach-barten Alt Sührkow preiswertes, aber gutes Rindfleisch aus eigener Aufzucht, Rouladen, Wurst und geräucherten Wildschinken an.

Kontakt: Kamila Sösemann
Tel.: 03996-15 21 31
Pohnstorf 17, 17166 Alt Sührkow
www.gutshaus-pohnstorf.de
www.gutscafe.com 
Bilder: © Kamila Sösemann